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Microsystemtechnik
Alles ist Medizin und nichts ist Medizin - allein die Dosis machts...
 
Die Mikrosystemtechnik (MST) erstellt technische (Sub-)Systeme, deren funktionsbestimmende Strukturen Abmessungen im Mikrometerbereich haben. Sie grenzt sich ab von der Nanotechnologie, die sich mit funktionsbestimmenden Strukturen beschäftigt, deren laterale Abmessungen im Nanometerbereich liegen.
 
Sowohl Mikrosystemtechnik als auch Nanotechnologie überschneiden sich mit der Dünnschichttechnologie, bei der funktionsbestimmende Strukturen vertikale Abmessungen im Nanometerbereich haben und lateral ausgedehnt sind.
 

Die Mikrosystemtechnik kombiniert Methoden der Mikroelektronik, der Mikromechanik, der Mikrofluidik und der Mikrooptik, aber auch Entwicklungen der Informatik, Biotechnologie und Nanotechnologie, indem sie Entwicklungen und Strukturen aus diesen Bereichen zu neuen Systemen vereinigt.

In diesen Systemen wirken Sensoren, Aktoren und Datenverarbeitung zusammen. prominentes Beispiel sind optische Sensoren in kabellosen Mäusen, oder auch die Bubble-Jet Druckköpfe moderner Drucker, die Mikrometerfeine Düsen mit Heizelementen kombinieren, zum Teil sogar mit eigener Intelligenz im Druckkopf.
 
Weitere Anwendungsbeispiele sind Beschleunigungs Sensoren zur Auslösung von Airbags, Drehraten-Sensoren für Überrollbügel, Instrumente der minimal-invasiven Chirurgie wie Endoskopsysteme oder chemische Sensoren für die Lebensmittelüberwachung.